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In der Residenz des Abts von Kornelimünster findet sich die Jahreszahl 1721 als erste Datierung des prächtigen barocken Neubaus der Abtei. Wie und warum wurde dieser Neubau errichtet? Wer war der Erbauer, wer die beteiligten Künstler? Die jüngere Forschung hat herausgefunden, dass die Klosterresidenz, sowie auch schon die Klosterkirche, als eine »Architektur des Zeigens« entworfen wurden. Anlässlich des 300. Jubiläums der barocken Klosterresidenz sind die Ergebnisse der bauhistorischen Forschung des Lehrstuhls für Architekturgeschichte der RWTH-Aachen in dieser Ausstellung anschaulich präsentiert.

Das zentrale Ausstellungsstück von »inszenierungen des zeigens – Zur Geschichte und Gegenwart der Klosterresidenz Kornelimünster« ist das Gebäude selbst, denn seine Bausubstanz und bildgewaltige Ausstattung können viel erzählen, wenn man seine Sprache entschlüsselt. Besonderes Ausstellungsstück ist außerdem die älteste Truhe Deutschlands, in der seit 1076 Reliquien aufbewahrt wurden.  Neben einem Blick auf die Geschichte gibt die Ausstellung auch Hinweise darauf, wie das Zeigen von Kunst in diesem Gebäude zukünftig aussehen soll und wie KünstlerInnen heute Inszenierungen reflektieren. KünstlerInnen der Gegenwart erkunden in der Ausstellung die Repräsentanz von Herrschaftsbildern, die performative Qualität des Zeigens, Strategien musealer Inszenierung und die »spirituelle Aufladung« von Objekten in der Kunst.

KünstlerInnen
Natascha Borowsky, Volker Hermes, Lyoudmila Milanova, Thomas Musehold, sowie eine Performance von Evamaria Schaller

Kuratiert in Zusammenarbeit von Dr. Marcel Schumacher, Elke Kania und dem Lehrstuhl für Architekturgeschichte der RWTH Aachen. Mit freundlichem Dank an die Propsteigemeinde St. Kornelius und den Korneliusverein.

Laufzeit
03.06.2021 – 12.09.2021