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kornelimünster

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Zahlreiche Kunstwerke künden noch heute von der Kunstförderung der Äbte und Mönche der Reichsabtei Kornelimünster. Seit dem Wiederaufbau des Klosters nach 1310 beauftragten sie Künstler mit der Ausstattung der Abteikirche, heute St. Kornelius, und den Klostergebäuden. Sie stellten Künstler in den Dienst ihrer religiösen und politischen Ziele. Für die Reliquien des Hl. Kornelius ließen sie ein kostbare Büste erstellen, seine Gebeine lockten zahlreiche Pilger in den Ort.

Während die Äbte im Mittelalter die Anlage als Abbild des himmlischen Jerusalem gestalten ließen, ließ Abt Heinrich von Binsfeld vor der Kaiserkrönung 1521 die Kirche als Palastkirche Kaiser Karls umbauen. Damals verwandelten Maler die gotischen Gewölbe der Kirche in einen paradiesischen Garten.

Nach der Reformation stellten die Äbte nicht mehr den Heiligen sondern Jesus in den Mittelpunkt des Bildprogramms der Kirche. Die Mitte des 17. Jahrhunderts entstandenen Altargemälde stellen Szenen aus dem Leben Jesu dar, so wie der Rubens-Schüler Douffet die Kreuzabnahme. Den zunehmenden Bedeutungsverlust des Klosters versuchte Abt Alfons Hyazinth von Suys durch eine umfangreiche Bilderserie in seiner barocken Residenz aufzuhalten. Die Deckengemälde stellen den Weg einer Seele zur Erlösung dar – der Abt als Hüter der Jesus-Reliquien begleitete sie. Die Äbte stellten diese Reliquien aus dem Schatz Kaiser Karls in das Zentrum ihrer Kunstpolitik, die mit der Aufhebung des Klosters im Jahr 1801 endete.