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Residence NRW+ ist ein neu gestartetes Programm der Spitzenförderung des besonders begabten Nachwuchses im Feld der bildenden Gegenwartskunst und basiert auf der Projektarbeit am vormaligen Stipendienort Schloss Ringenberg. Grundlage sind Residenzstipendien: Pro Jahr vier zwölfmonatige Stipendien für bildende Künstlerinnen und Künstler (max. 40 Jahre) aus NRW oder mit NRW-Bezug sowie vier sechsmonatige Stipendien für Kuratorinnen und Kuratoren (max. 35 Jahre). Die Stipendien für Künstler/-innen werden zu gleichen Teilen durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, die Kunststiftung NRW und die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia gefördert. Die monatliche Stipendienzuwendung für Künstler/-innen beträgt 1.450 Euro, die monatliche Stipendienzuwendung für Kuratorinnen/Kuratoren 1.250 Euro. Über die Stipendienvergabe entscheiden wechselnde Fachgremien. Für alle Stipendiatinnen/Stipendiaten verbindlich ist die Bereitschaft, die Stipendienzeit gemeinsam am Residenzort zu verbringen, der ihnen geeignete Räume zum Leben und konzentrierten Arbeiten bietet.

Im Oktober diesen Jahres wird die erste Kurator*in des Programms von Residence NRW⁺ die Chance haben eine Ausstellung im Kunsthaus NRW Kornelimünster zu kuratieren: Hanns Lennart Wiesner (geb. 1988 in Oberhausen, lebt und arbeitet in Berlin) studierte Gesellschaft- und Wirtschaftskommunikation an der Universität der Künste in Berlin und im Anschluss, unter Leitung von Anne Szefer Karlsen und besonderer Betreuung von Raimundas Malašauskas, Curatorial Practice in Bergen, Norwegen. Als freiberuflicher Kurator konzentriert sich Hanns Lennart Wiesner auf zeitgenössische und Gegenwartskunst. 2016 initiierte er unter dem Titel uma perspectiva circular eine Serie von Ausstellungsprojekten in Rio de Janeiro, die er 2017 in Athen mit einer weiteren Ausstellung fortsetzte. 2019 realisierte er im Botanischen Garten Blankenflede eine theatral inszenierte Einzelausstellung von Sarah Ancelle Schönfeld und eine Gruppenaustellung in der – noch aus DDR Zeiten bekannten – galerie weisser elefant. In seinen kuratorischen Projekten hinterfragt er Konventionen von Kunstausstellungen und untersucht die Dynamiken zwischen Künstler und Kurator sowie zwischen Autor und Öffentlichkeit.