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Marie-Claire Krell

Programmleiterin Vermittlung & Veranstaltungen im Kunsthaus NRW und ehemalige Projektmanagerin Very Contemporary 2013-2019

Very Contemporary entstand 2012 im Kontext der Biennale Manifesta 9 in Genk. Anfänglich schlossen sich sechs Institutionen der zeitgenössischen Kunst in der Euregio Maas-Rhein zusammen. Erstes Projekt war eine gemeinsame Broschüre. Im Laufe der Jahre schlossen sich mehr Partnerinstitutionen an, kleine wie große. Das angestrebte Ziel von Very Contemporary war es, die Kräfte der verschiedenen Partner zu bündeln, um drei grundlegende Probleme in der Euregio aufzugreifen: divergierende Ziele in den Regionen wie auch der Institutionen, verschiedene Sprachen und mangelnder ÖPNV. Ab 2013 fand jährlich die Contemporary-Art-Bustour statt, um Besuchende über die Grenze in die anderen Institutionen zu bringen. Zu beobachten war jedoch, dass die Besucher:innen der verschiedenen Teile der Euregio einander dabei nicht trafen. In 2018 und 2019 wurde das Konzept daher angepasst in das Angebot einer Meet & Greet-Bustour. Die Arbeitsweise von Very Contemporary ließ sich bis 2019 in drei Ebenen untergliedern: die Direktionsebene, die Bildungsarbeit und den Bereich Marketing & Kommunikation. In 2018 wurde ein Interreg-Antrag gestellt über eine Gesamtfördersumme von 1,6 Millionen Euro über eine Laufzeit von 3 Jahren, mit insgesamt 14 Partnerinstitutionen und dem Kulturhaus Schunck in Heerlen als Lead-Partner. Der Antrag wurde nicht honoriert. Das Netzwerk hat daraufhin neue gemeinsame Projekte aufgestellt wie grenzübergreifende Fahrradrouten zwischen den Ausstellungen, Performance-Festivals im Kunsthaus NRW oder auf einem Boot auf der Maas in Lüttich. Aktuell unternimmt das Netzwerk mit der Reihe „Reading the Region“ eine Bestandsaufnahme.